Bergtour: Hoher Ifen (2.230m) und Gottesacker-Plateau

Bei all dem Regen in diesem Juli hatte ich Glück, ein Zeitfenster am Vormittag des 19.07. zu finden, an dem ich bei herrlichem Wetter endlich eine Tour gehen konnte, die ich mir schon lange vorgenommen hatte: auf den Hohen Ifen im Kleinwalsertal, dessen Hänge ich im Winter schon so oft mit dem Snowboard herunter gesurft bin. Als Gipfelüberschreitung mit anschließender Überquerung des Gottesacker-Plateaus wurde zwar eine recht lange, aber sehr schöne Tour daraus.

Tourdaten

Gehzeit: 6 Stunden
Höhendifferenz: 1.000m
Strecke: 20km
Höchster Punkt: Hoher Ifen, 2.230m
Schwierigkeit: mittelschwer, Gipfelaufstieg erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit

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Was Klettern und Agile Softwareentwicklung gemeinsam haben.

Seit einigen Tagen treibt mich eine Metapher um, die agiles Vorgehen in der Softwareentwicklung auf das Klettern überträgt:

  • Das Team: ich und meine Kletterpartner
  • Das gemeinsame Ziel: wir wollen den Gipfel des “Mount Agilo” (1337m üNN.) erreichen
  • Unsere Mission: acht Seillängen auf 300m im siebten Schwierigkeitsgrad über die Route”lean pumpin’”

Wir kennen die Route noch nicht, haben nur eine Karte (Topo genannt), die uns zeigt, in welchen Abständen Standplätze eingerichtet sind, welchen Schwierigkeitsgrad jede Seillänge hat und wie die Sicherungen sind (gibt es Bohrhaken? rostige Normalhaken? vielleicht gar keine?). Aber vieles ist wie immer zu Beginn noch unklar:

  • Was uns sonst unterwegs erwartet? Wir wissen es nicht.
  • Kommen wir mit der Schwierigkeit zurecht?
  • Wie lange brauchen wir bis zum Gipfel? Normalerweise 25min pro Seillänge, aber eine so schwere Tour sind wir noch nie geklettert.
  • Wird das Wetter halten? Zieht möglicherweise später ein Gewitter auf?

Das Team ist voll motiviert, fit und gut ausgebildet: jeder weiß mit dem Material umzugehen, wie man Standplätze baut, mobile Sicherungen mit Stoppern, Friends und Schlingen legt. Wie wir uns bei einem Wettersturz verhalten und unsere Kameraden retten, sollte sich jemand verletzen.

Wir steigen also ein, haben uns für Wechselführung entschieden. Das heißt, jeder im Team steigt abwechselnd eine Seillänge vor, das können wir alle. Wir brauchen keinen Anführer, denn wir haben ein gemeinsames Ziel und verlassen uns auf einander. Trotzdem ist es gut zu wissen, dass einer mehr Erfahrung hat, den kann man fragen, seine Meinung wird von allen respektiert. Aber auch nicht unüberlegt und fraglos übernommen. Fehler am Berg können gefährlich sein.

In der ersten Seillänge machen wir uns mit dem Berg bekannt: wie ist die Felsqualität, halten alle Griffe und Tritte, gibt es Steinschlag? Am ersten Standplatz angekommen sprechen wir darüber, tauschen uns aus. Untersuchen den Standplatz: wie ist er gebaut? Gibt es mehr als einen Haken? Sitzen alle Haken fest oder müssen wir den Standplatz mit mobilen Sicherungsmitteln verbessern? Wir haben 45min gebraucht. Das zu messen hilft uns zu schätzen, wie lang wir bis zum Gipfel brauchen. Da wir aber nicht wissen, was noch vor uns liegt, müssen wir uns diese Gedanken nach jeder Seillänge machen und jedes mal messen, wie lange wir gebraucht haben. Vor der nächsten Seillänge immer aufs neue entscheiden, wer sich diesmal traut, voraus zu klettern. Weil mit der Zeit natürlich die Kraft und auch manchmal die Nerven nachlassen, müssen wir den Zustand unseres Teams und unsere Leistungsfähigkeit immer wieder überprüfen und uns daran anpassen, um die nächsten Seillängen bis zum Gipfel schaffen zu können.

Am Ende läuft es bis zum Gipfel gut, die Kletterei macht richtig Spaß, wir haben unterwegs die Möglichkeit, alle mobilen Sicherungsmittel zu nutzen und den Umgang mit ihnen immer weiter zu üben und zu verbessern.  Obwohl wir einige schwierige Stellen ausbouldern und mehrere Anläufe nehmen müssen, können wir unsere Zeit pro Seillänge auf 35min reduzieren und unterwegs trotzdem genügend Pausen machen, um uns zu erholen und am Ende den Gipfelerfolg und die herrliche Aussicht zu genießen.

Was hat das jetzt mit einem Softwareprojekt zu tun?

  • Wir kannten am Anfang nur das Ziel, nicht, was uns auf dem Weg dorthin erwartet.
  • Wir hatten keinen ausgearbeiteten Plan wie wir klettern, nur eine kleine Karte mit dem ungefähren Routenverlauf.
  • Wir beherrschten unser Handwerk, die Route waren wir noch nie geklettert.
  • Wir mussten uns iterativ von Standplatz zu Stanplatz nach oben arbeiten.
  • Wir mussten nach jeder Seillänge entscheiden, ob wir weiter klettern, wer vorsteigt und mit welcher Taktik wir vorgehen bzw. wie wir uns an die jeweils neue Situation anpassen.
  • An schweren Stellen mussten wir ausprobieren, uns gegenseitig Feedback geben und gemeinsam lernen, wie wir weiter kommen.
  • Durch Ausprobieren und Reflektieren haben wir viel Erfahrung gewonnen, die uns helfen wird, weitere und schwierigere Routen zu klettern.

Alles das findet man in der Softwareentwicklung wieder. Ich freue mich über Feedback, mit dem ich diese kleine Geschichte vielleicht noch besser erzählen kann.

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Rezept: Spargelostereisalat

Der erste Post dieses Jahr, deshalb mal etwas ganz neues: ein Rezept! Zur Zeit kann ich wie jedes Jahr von Spargel nicht genug bekommen und Ostereier haben auch noch Saison. Nun kann man aus hartgekochten Eiern keine Hollandaise zusammen rühren und außerdem wird die ja auch irgendwann langweilig. Aber man kann aus Ostereiern und Spargel einen leckeren Salat kochen:

Zutaten für zwei Spargelsüchtige:

  • 500g Spargel, dick, frisch und aus Deutschland
  • 1 Osterei, hart, vorzugsweise von einem glücklichen Huhn
  • Saft von einer halben Zitrone
  • 1 EL Traubenkernöl
  • Prise Salz, 1 TL Zucker

Den Spargel bissfest kochen, also gerade so lange, dass er noch elastisch ist (10-11 Minuten) und abkühlen lassen. Zitronensaft, Salz und Zucker verrühren, bis sich alles aufgelöst hat. Das Osterei halbieren, den Dotter herauskratzen und mit dem Zitronensaft und dem Öl glatt rühren, dann schaumig schlagen. Das Eiweiß klein würfeln, über den Spargel streuen, Soße drüber und ganz schnell aufessen. Dazu passt Weißbrot vom glücklichen Bäcker.

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Bergtour 7/10: Rauhorn (2.240m)

Am 01. August waren wir, wie soll es anders sein, mal wieder im Tannheimer Tal. Eine anspruchsvollere Tour sollte es werden mit einem See zum Baden am Ende. Also entschieden wir uns für das Rauhorn westlich des Vilsalpsees. Laut Alpenvereinsführer “eine der lohnenswertesten Touren am Vilsalpsee”.

Tourdaten

Mit dabei: Veronika
Gehzeit: etwa 6,5h
Höhendifferenz: 1.060m
Höchster Punkt: Rauhorn, 2.240m
Schwierigkeit: Zustieg einfach, Gipfelgrat schwierig, absolute Trittsicherheit erforderlich
Literatur: wie immer mein Alpenvereinsführer

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Klettern im Alpstein

Es ist schon wieder fast einen Monat her, in dem ich nicht dazu gekommen bin, auf zu schreiben, was ich in den Bergen erlebt habe. Deshalb hole ich das hier kurz nach, der Vollständigkeit halber.

Anfang Juli war ich mit einem Grundkurs Alpinklettern der DAV Sektion Neu-Ulm im Alpstein (Appenzell, Schweiz) zum Klettern. Wir wohnten vier Tage im Gasthaus Bollenwees, idyllisch am Fählensee gelegen, den wir nach den Touren gern zur Abkühlung (13°C) nutzten. Zwei großartige Tagestouren standen auf dem Programm: der Klassiker “Schmales Südrippli” (3c) führt in einfacher, perfekt abgesicherter, aber sehr ausgesetzter Kletterei entlang einer Felsrippe auf den dritten Kreuzberg (2.020m) (Seilschaft: Boban, Simone und ich). Die zweite Tour (in Seilschaft Stefan S., Ausbilder Hebbe und ich) ging gleich mal an die Grenzen. Wir kletterten über stellenweise fast grifflose Reibungsplatten und durch Wasserrinnen die Route “Zartbitter” (6a+, die Schlüsselstelle musste ich aber A0 klettern) auf den Fähnligipfel (1.980m). Auch hier perfekt mit Bohrhaken abgesichert, aber sehr gruselig.

Fotos

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Neuer Server, WordPress 3.0, Neues Design

Hallo zusammen,
ich hab mein Blog ein wenig renoviert:

  • neuer, schnellerer Server
  • gaaanz viel Cache-Konfiguration, so dass es jetzt auch schnell lädt
  • helleres Design (ist ja nicht zu übersehen)
  • WordPress 3.0, man muss ja aktuell bleiben

Lasst mich wissen, wenn etwas nicht wie gewohnt funktioniert.

Jörg

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Bergtour 4/10: Klettersteig Lachenspitze Nordwand

Am vergangenen Wochenende gingen gefühlte zwei Jahre Regenwetter zu Ende, der Schnee in den Allgäuer Alpen war so gut wie weg und so konnten wir endlich wieder zu einer Tour der spannenderen Sorte aufbrechen: dem von der DAV Sektion Landsberg eingerichteten und erst 2009 eröffneten Klettersteig durch die Nordwand der Lachenspitze (2.126m) in den Tannheimer Bergen. Mit 430m Kletterlänge auf 265 Höhenmetern und Schwierigkeiten bis D schon ein anspruchvolleres Unternehmen.

Tourdaten

Mit dabei: Uli, Steff und Boban
Gehzeit: etwa 6h, davon 2h im Klettersteig
Höhendifferenz: 958m
Höchster Punkt: Lachenspitze, 2.126m
Einkehr: Landsberger Hütte, 1.805m
Schwierigkeit: Zustieg einfach bis mittel, Klettersteig C/D
Ausrüstung: vollständige Berg- und Klettersteigausrüstung, Steinschlaghelm obligatorisch
Literatur: wie immer mein Alpenvereinsführer und ein Flyer mit Topo vom DAV Landsberg

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Bergtour 2/10: Grüntenüberschreitung

Auch wenn das Wetter gestern nicht so perfekt schien, war es doch gerade richtig für eine kleine Trainingstour auf den Grünten, einen der prominentesten Berge in den Allgäuer Voralpen, weithin zu erkennen an dem riesigen Sendemast auf seinem Gipfel. Bei 8°C und leichtem Nieselregen stapfte ich also über matschige Almwiesen von Kranzegg aus auf den 1738m hohen Brocken. Schöne Halbtagestour, die man mit Burgberger Hörnle und/oder Starzlachklamm noch verlängern kann.

Tourdaten

Länge: 9km
Gehzeit: 3:00h
Talort: Kranzegg (862m), Burgberg (747m)
Höhendifferenz: 870m im Aufstieg, 990m Abstieg
Höchster Punkt: Übelhorn, 1.738m
Schwierigkeit: einfach

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Bergtour: Einstein

Der Winter ist zu Ende!

Zeit für eine kleine Eingehtour im Tannheimer Tal, um nach monatelanger Hallenkletterei endlich auch mal wieder was für die Beine (und für Kopf und Augen) zu tun, Zeit für den lang erwarteten nächsten Artikel hier in meinem Blog.

Tourdaten

Länge: 5,7km
Gehzeit: 2:15h
Höhendifferenz: 760m
Höchster Punkt: Einstein, 1.866m
Schwierigkeit: einfach, gestuftes Gelände am Gipfel

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Architektur: Le Grand Théâtre de Provence

In Aix-en-Provence steht das Grand Théâtre de Provence (für die Nichtfranzosen: das Große Theater der Provence). Und weil wir im vergangenen Sommer dort unseren Urlaub verbrachten, ich ein Stündchen Zeit und ganz zufällig meine Kamera dabei hatte, habe ich ein Experiment gewagt und versucht, dieses architektonisch wirklich schöne Gebäude des italienischen Architekten Vittorio Gregotti in sehr geometrischen Bildern darzustellen. Obwohl Architekturfotografie noch nie mein Ding war, hat das doch Spaß gemacht und ein paar schöne Fotografien sind dabei auch herausgekommen. Die Perspektivkorrektur musste ich allerdings leider mit GIMP vornehmen, da ich mir bislang noch kein Tilt-Shift-Objektiv leisten konnte.

Viel Spaß beim Anschauen, über Kommentare freue ich mich!

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