Tourdaten
Mitgeher: Veronika
Länge: 11,1km
Gehzeit: 5:30, Klettersteig 1:45
Höhendifferenz: 770m
Höchster Punkt: Kühgundkopf, 1907m
Gipfel: Iseler 1876m, Kühgundkopf 1907m, Kühgundspitze 1852m
Ausrüstung: festes Schuhwerk, Stöcke, Klettersteigausrüstung
Schwierigkeit: mittel, Trittsicherheit erforderlich, Klettersteig meist B, eine Stelle C
Literatur: Alpenvereinsführer “Allgäuer Alpen alpin”, Dieter Seibert, Rother
Bergsteigen.at, Klettersteig.de, Via-Ferrata.de
Beschreibung
Wir parken an der Talstation der Iseler Bahn und machen uns um 7:55 Uhr auf den Weg. Den finden wir erstmal nicht und laufen mit ein paar anderen Verwirrten einfach querfeldein in Richtung Bergstation. Vorbei an einem Speichersee finden wir auf den richtigen Weg und wandern im schönsten Morgenlicht, das uns allerdings schon anstrengende Temperaturen beschert, vorbei an der Gundalpe und einem weiteren Speichersee weiter Richtung Bergstation der Seilbahn. Gegen 9:30 Uhr finden wir oberhalb der Bergstation den Einstieg zum Klettersteig, der mit einer großen Tafel nicht zu übersehen ist auf der erklärt wird, welche Salewa-Ausrüstung denn für so einen Klettersteig notwendig ist. Da wir es leider nicht geschafft haben, vor der ersten Bahnfahrt um 9:00 Uhr dort zu sein, zieht schon eine Karawane von Bergsteigern in die selbe Richtung wie wir.
Der Klettersteig selbst ist ganz hübsch in der abgebrochenen Nordwand des Iseler angelegt und sehr gut für Anfänger geeignet, die so etwas überhaupt erstmal ausprobieren wollen. Die meisten Abschnitte sind eher in den unteren Schwierigkeitsgraden A und B, aber schön ausgesetzt, so dass hier schon ein abenteuerliches Gefühl aufkommen kann. Eine Stelle recht weit am Ende, die so genannte “Bergführerplatte” (Titelbild), hat die Schwierigkeit C, ist leicht überhängend und damit kraftaufwändig, hat aber ausreichend Steighilfen. Um 11:15 Uhr erreichen wir den Gipfel des Iseler, wo schon die für dieses Jahr geplante Erweiterung des Klettersteigs im Bau ist. Ohne die langen Wartezeiten an den schwierigeren Stellen hätten wir den Klettersteig sicher in einer Stunde geschafft.
Während unserer Brotzeit auf dem Gipfel füllt sich dieser ziemlich, was wohl an der unglaublichen Rundumsicht und natürlich der Seilbahn liegen mag. Ich muss gestehen, dass ich das Oberjoch bislang immer unterschätzt habe, besonders was die Attraktivität der Berge dort angeht. Die folgende Überschreitung des Kühgundkopfes hat mich aber eines besseren belehrt. Wir brechen um 12:00 Uhr auf und laufen über den Grat nach Nordosten. Die Aussicht von hier ist wirklich großartig, auf der einen Seite Oberjoch mit Fernsicht bis zum Alpsee, am südlichen Horizont sehen wir die kompletten Allgäuer Hochalpen. Auf der anderen Seite des Grats taucht bald das Tannheimer Tal auf und lässt uns immer wieder stehen bleiben, um das herrliche Panorama zu genießen und natürlich zu fotografieren. Um 12:50 erreichen wir die Kühgundspitze, an der der anspruchsvolle Abstieg über den Kühgundrücken ins Tal beginnt. Durch Latschen und über teilweise seilgesicherte Schrofen steigen wir ca. 40 lang ab bis wir den “Schmugglerweg” erreichen, auf den wir links abbiegen und dem wir etwa eine halbe Stunde folgen, vorbei an den Skiliften, bis uns ein Wegweiser nach rechts weiter ins Tal schickt. Nach Abstieg durch den Wald erreichen wir bald die Straße von Oberjoch nach Schattwald, an der wir zurück zum Parkplatz laufen, wo wir um 14:20 Uhr unsere Tour glücklich und KO beenden.
Karte und Höhenprofil
Fotos


































mittlerweile ist der 2.Teil des Klettersteiges eröffnet worden… leider sehr erdig und nicht mehr so schön wie der 1.Teil!