Tourdaten
Mit dabei: Veronika
Gehzeit: etwa 6,5h
Höhendifferenz: 1.060m
Höchster Punkt: Rauhorn, 2.240m
Schwierigkeit: Zustieg einfach, Gipfelgrat schwierig, absolute Trittsicherheit erforderlich
Literatur: wie immer mein Alpenvereinsführer
Beschreibung
Wir starten gegen halb sieben in Eiseskälte (naja, 8°C fühlen sich im Sommer numal eiskalt an) am Parkplatz am Vilsalpsee und laufen am Westufer entlang bis zur Vilsalpe. Dort geht es nach rechts gleich ordentlich steil den Berg hinauf, über einen Bach und wieder zurück, Almwiesen. In der vorderen Schafwanne, etwa 200 Höhenmeter unterhalb des Sattels zwischen Rauhorn und Geißhorn, biegen wir nach links ab auf den Jubiläumsweg in Richtung Prinz-Luitpold-Haus, das von hier noch gute sieben Stunden entfernt ist, und queren die Geröllhänge der östlichen Rauhorn-Wände. Nach etwas mehr als drei Stunden Gehzeit erreichen wir den oberhalb der hinteren Schafwanne den Südgrat des Rauhorns, auf dem uns ein scharfer Wind und, wie auf Knopfdruck, eine grandiose Aussicht über die Allgäuer und Lechtaler Alpen begrüßt. Die Fernsicht ist fantastisch und kaum eine Wolke am Himmel. Nach einer kurzen Stärkung machen wir uns auf, den Gipfel zu erklimmern. Was im Führer als “anspruchsvoller Weg für geschickte Wanderer” beschrieben ist, entpuppt sich schnell als Kraxelei mit Kletterstellen bis in den zweiten Schwierigkeitsgrat auf einem ziemlich bröckeligen Geröllhaufen mit Gipfelkreuz. Aber wir haben ja Nerven und die fast einstündige Kletterei bis zum Gipfel macht richtig Spaß. Nach sehr langer Gipfelrast klettern wir den Norgrat in Richtung Geißhorn wieder herunter und erreichen durch die vordere Schafwanne wieder den Weg unseres Aufstiegs, dem wir ins Tal zurück folgen. Das Ende der Tour krönen wir mit einem eisigen Bad im Vilsalpsee und genießen den sonnigen Nachmittag auf der Liegewiese.
Obwohl der Führer unsere Tour in anderer Richtung vorschlägt, also über den Nordgrat zum Gipfel und den Südgrat wieder herunter, finde ich unsere Variante etwas besser, weil der Südgrat erheblich länger ist als der Nordgrat und wir ihn so hinauf- statt abklettern mussten. Ansonsten hat der Führer recht behalten, das ist wirklich eine der lohnenswertesten Touren am Vilsalpsee.
Karte und Höhenprofil
(Auch diesmal kein vollständiger Track, dank der Akkukapazität meines iPhones. Es ist wohl an der Zeit, mir einen vernünftigen GPS-Empfänger zu kaufen. Wenigstens hat es bis zum Gipfel durchgehalten.)
Fotos

















